Erste Monografie der Arbeiten von Stefan Müller
Der Künstler beantwortet diese Frage mit Bier, Blut, Asche, Staub und Kaffee, die auf gebrauchen Bettlaken ihre Spuren hinterlassen haben. Oder er spannt eine Leinwand auf den Keilrahmen, die er vorher über den Boden seines Ateliers geschleift hat und hinterher Empire of Dirt betitelt.
Kennzeichnend für Müllers Malerei ist die Reduktion in der Material-, Motiv- und Farbwahl. Mit einem minimalistischen Ansatz lotet er das Bild aus, wobei er es oft zu einem sehr frühen Zeitpunkt als fertig erachtet. Kleinste Flecken, scheinbar zufällig entstanden, reichen dafür manchmal schon aus.
Stefan Müller (geb. 1972) nahm 1996 bei Thomas Bayrle an der Frankfurter Städelschule sein Malerei-Studium auf. Sein Schaffen war damals von Zweifeln geprägt, am Ende des 20. Jahrhunderts überhaupt noch ein Bild malen zu können. Bis heute stehen im Zentrum seiner künstlerischen Auseinandersetzung die Beschäftigung mit dem Medium Malerei und die Frage, was diese nach den Ausdrucksformen der Konzeptkunst und der Minimal Art für die Gegenwart formal noch bedeuten kann.
Mit Texten von Thomas Bayrle, Hans-Jürgen Hafner und Julia Wirxel, sowie einem Vorwort von Karola Kraus.
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