Elín Hansdóttir: Long Place | DISTANZ

DISTANZ

Elín Hansdóttir

Long Place

  • Editor
    Anne Kockelkorn
  • Sprache
    Englisch/Deutsch
  • Format
    18 × 22 cm
  • Eigenschaften
    88 Seiten, 47 Farbabbildungen, Softcover
  • ISBN
    978-3-95476-388-7
  • Veröffentlichung
    April 2021
  • Preis
    28,00 €

Labyrinthe und Projektionsflächen der Gedanken


Die Arbeiten von Elín Hansdóttir (1980 geb. in Reykjavík, Island, lebt und arbeitet in Reykjavík und Berlin) reichen von Installationen und Skulpturen bis in die Fotografie hinein. Ansatzpunkt und Inspiration findet Hansdóttir am Ausstellungsort selbst. Für diesen schafft sie ortsspezifische und immersive Installationen mit auditiven und optischen Täuschungen und vereint architektonische Elemente mit labyrinthischem und bewegungsaktivierendem Charakter für die Betrachter*innen. Ihre Arbeiten waren in Einzelausstellungen im Reykjavík Art Museum und im KW Institute for Contemporary Art in Berlin zu sehen.

Ausgangspunkt für diese Publikation bildet das Projekt ohne Titel aus dem Jahr 2005, welches im Rahmen des Reykjavík Arts Festivals in Zusammenarbeit mit Anne Kockelkorn, Darri Lorenzen und der Designagentur Neulant van Exel entstand. Im Edinborg House, einem Bauwerk aus den 1890er Jahren in Ísafjörður, errichtete Hansdóttir mit ihrem Team einen 150 Meter langen Innentunnel. Ein desillusionierender Zickzack-Gang mit monochromer Beleuchtung in einem komplett weiß gehaltenen Setting führte die Betrachter*innen in verschiedene Richtungen: nach rechts, links, rechts, oben, unten, links, rechts und schließlich wieder nach draußen. Ergänzt wurde diese visuelle Raumerfahrung durch ein akustisches Klangbild, das auf Soundaufnahmen im Inneren des Ganges basierte und über dort Surround-Systeme verbreitet wurde. Wahrnehmungsverlust und Desorientierung durch das Mäandern im Raum machten die Installation zu einer Projektionsfläche für die eigenen Gedanken.

Long Place ist die erste umfassende Dokumentation der Installation. Die Texte zu Hansdóttirs feinfühliger Kunst schrieben die Architekturhistorikerin Anne Kockelkorn sowie der Literaturwissenschaftler und Philosoph Björn Quiring.

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