Ulrike Ottinger: Mongolia – Mexico – Europa | DISTANZ

DISTANZ

Ulrike Ottinger

Mongolia – Mexico – Europa

  • Editor
    Johannes Honeck / Staatliche Kunsthalle Baden-Baden und Ulrike Ottinger
  • Sprache
    Deutsch
  • Format
    16,5 × 23,5 cm
  • Eigenschaften
    160 Seiten, zahlreiche Farbabbildungen, Hardcover
  • ISBN
    978-3-95476-436-5
  • Veröffentlichung
    August 2021
  • Preis
    34,00 €

„ … denn nur im nahen Vergleich sind die Unterschiede oder Gemeinsamkeiten zu erkennen.“


Ulrike Ottinger (geb. 1942 in Konstanz, lebt und arbeitet in Berlin und Allensbach) eröffnete Anfang der 1960er Jahre ihr Atelier in Paris, wo sie sich als Malerin zu einer der bedeutendsten Repräsentantinnen der Pop-Art in Europa entwickelte. Ende der 1960er Jahre widmete sie sich vermehrt dem Film, schrieb Drehbücher und etablierte sich schließlich ab den 1970er Jahren mit ihren experimentellen Film-Dokumentationen und Spielfilmen in der internationalen Filmszene. In Madame X – Eine absolute Herrscherin (1978), Freak Orlando (1987), China – die Künste – der Alltag. Eine filmische Reisebeschreibung (1985), Johanna d’Arc of Mongolia (1989) und Paris Calligrammes (2019) verlässt Ottinger gewohnte Erzählstrukturen und ersetzt sie durch komplexe Reflexionen über Geschlecht, Identität und Macht. Die Ergebnisse ihrer weltweiten Reisen und langjährigen Aufenthalte sind von internationaler Signifikanz u. a. in den Diskursen der Ethnologie und Anthropologie. Ihre Werke wurden vielfach in Retrospektiven gewürdigt, zum Beispiel im New Yorker Museum of Modern Art, in der Pariser Cinémathèque française, dem Centre Pompidou, der Biennale di Venezia und im Pariser Louvre.

Für ihr Œuvre erhielt Ottinger 2021 den Hans-Thoma-Preis des Landes Baden-Württemberg. In der anlässlich der Preisverleihung und durch die die Staatliche Kunsthalle Baden-Baden organisierten Ausstellung im Hans-Thoma-Kunstmuseum transformiert die Künstlerin die Ausstellungsräume in eine vielschichtige, begehbare Installation. Die begleitende Publikation Mongolia – Mexico – Europa liest sich wie ein ethnografisches Reisetagebuch; sie zeigt Malereien, Skulpturen, Fotografien, Filme und dokumentarisches Material in der Gegenüberstellung und Verschränkung unterschiedlicher Kulturen und Riten aus der Mongolei und Mexiko: Im Vergleich werden Unterschiede und Gemeinsamkeiten sichtbar, bei der die räumliche Distanz nicht unbedingt kein Hindernis für Nähe darstellt. Mit einem Grußwort von Petra Olschowski, einem Vorwort von Çağla Ilk und Misal Adnan Yıldız und Notizen und Schriftstücken der Künstlerin.

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