DISTANZ

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Vera Mercer

Particular Portraits

  • Editor
    Matthias Harder
  • Sprache
    Deutsch/Englisch
  • Format
    24 × 30 cm
  • Eigenschaften
    152 Seiten, ungefähr 65 Farb- und s/w-Abbildungen, Hardcover
  • ISBN
    978-3-95476-067-1
  • Veröffentlichung
    Mai 2014
  • Preis
    39,90 €

„Sweetness is the last thing I want …“


Vera Mercer (geb. 1936 in Berlin, lebt und arbeitet in Omaha, Nebraska, und Paris) wurde in den letzten Jahren vor allem durch ihre opulenten Stillleben international bekannt, die sie seit 2006 in Paris und Omaha realisiert. Schon seit den 1960er Jahren fotografiert sie Menschen. Vor allem in Pariser Cafés beobachtete sie, einer Soziologin vergleichbar, die Gäste und studierte deren Verhaltensweisen. Es sind Augenblicksbilder, Standbilder eines imaginären Filmes, ephemere Bilder eines Welttheaters. Zudem schuf sie Künstlerporträts von großer Intensität, von ihrem Ex-Mann Daniel Spoerri, Niki de Saint Phalle, Andy Warhol oder Norman Mailer. In den späteren Farbporträts, die seit 2012 vor allem in Omaha entstehen, sitzen die Modelle in Mercers riesiger Wohnung in arrangierten Stillleben. Gelegentlich tauchen – wie in ihren klassischen Stillleben – im Bildhintergrund frühere Aufnahmen auf. Die Porträtierten stammen aus allen Berufsgruppen und gesellschaftlichen Klassen: Hausangestellte und Köche, befreundete Künstler und Kuratoren, Filmverleiher oder Regisseure, die in diesen Tableaux Vivants in neue Rollen schlüpfen. Mercers Idee, die beiden viele Jahre nebeneinander ausgeführten Genres Stillleben und Porträt in einzigartigen Inszenierungen zu vereinen, ist ein Novum in der Fotografiegeschichte. Dabei geht es ihr nie um eine allgemeingültige Charakterisierung einer Persönlichkeit, sondern immer um ein sinnliches Fest des Lebens.

Mit einem Text von Matthias Harder sowie einem Gespräch zwischen Vera Mercer und Uta Grosenick.

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