DISTANZ

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Yngve Holen

Trypophobia

  • Sprache
    Englisch
  • Format
    21 × 26,5 cm
  • Eigenschaften
    256 Seiten, ungefähr 247 Farbabbildungen, Softcover
  • ISBN
    978-3-95476-145-6
  • Veröffentlichung
    März 2016
  • Preis
    34,90 €

Die Grenzen der Materie


Der norwegisch-deutsche Künstlers Yngve Holen (geb. 1982 in Braunschweig, lebt und arbeitet in Berlin) setzt sich mittels Skulptur und bildgebenden Verfahren mit Transportmitteln, Technologien und dem menschlichen Körper auseinander. Seine Werkserien aus den Jahren 2010–2015 dokumentieren den Einsatz von Techniken wie 3D-Druck und Hochdruck-Wasserstrahlschneiden, die Verwertung von Ersatzteilen unserer Verbrauchskultur sowie Maßanfertigungen und erkunden so die materiellen Grenzen moderner Industrien und unseres alltäglichen Umfelds.

Trypophobia ist Holens erste Monografie und beinhaltet sieben Beiträge von Schriftstellern und Künstlern. Formal markiert der mehrfache Wechsel vom seidigen Bilderdruckpapier zum matten Naturpapier den vom Bild- zum Textteil; inhaltlich bildet eine sogenannte SWOT-Analyse des Künstlers von Aedrhlsomrs Othryutupt Lauecehrofn, der Holens Stärken, Schwächen, Chancen und ihm drohende Gefahren untersucht, den Auftakt. Victoria Camblin erörtert anschließend Holens Verwendung von Industrieprodukten mit Löchern sowie deren esoterische und erotische Bedeutung in der Kunstgeschichte. Ein Essay von Thom Bettridge in Verbindung mit einem Gespräch mit dem Künstler beschäftigt sich mit unserem zwanghaften Streben nach Sauberkeit sowie der Vorstellung vom Konsumenten als Produkt und der Frage nach der Lebensdauer von Ideen. S01E01 schreibt vom Einfluss hoher Geschwindigkeiten, insbesondere durch den kommerziellen Flugverkehr, auf unsere Psyche. Pablo Larios umreißt die Probleme „der Gegenwart“, u. a. die animistischen und fetischistischen Seiten des Kapitalismus, die kodierte Weitergabe von hochspezialisiertem Wissen und Formen des biologischen Humors in der Skulptur. Holens 3D-Druck einer Schraube in Titanium-Qualität für seine Arbeit Hater Head bildet den Fokus des Aufsatzes von Karl Holmqvist, der die Rolle solch kleiner Elemente in unserer konstruierten Umwelt, aber auch in unseren Gedanken und Fantasien untersucht. Abschließend sondiert Eric Schmid die Diskrepanz zwischen den Ansätzen der Philosophen Alain Badiou und Jacques Rancière und spricht sich für einen deterministischen Begriff des Ereignisses aus.

Texte von Thom Bettridge, Victoria Camblin, Karl Holmqvist, Pablo Larios, Aedrhlsomrs Othryutupt Lauecehrofn, S01E01, Eric Schmid

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