ars viva 2027

Drei starke Stimmen der Gegenwartskunst


Seit 1953 vergibt der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft jährlich den ars viva Preis für bildende Kunst an herausragende junge, in Deutschland lebende Künstler*innen. Seither wurden über 350 Künstler*innen ausgezeichnet, darunter Georg Baselitz, Rosemarie Trockel, Candida Höfer, Wolfgang Tillmans, Omer Fast, Cemile Sahin und Sung Tieu. 

2027 geht der ars viva Preis an Hemansingh Lutchmun (geb. 1995; lebt und arbeitet in Frankfurt/Main und Goodlands, Mauritius), Yoora Park (geb. 1991; lebt und arbeitet in Düsseldorf und Seoul) und Luciano Pecoits (geb. 1999; lebt und arbeitet in München und Wien). Lutchmun untersucht in Film, Skulptur und Installation die fortwirkenden Strukturen kolonialer Geschichte und ihren Einfluss auf gegenwärtige Vorstellungen von Spiritualität und Zugehörigkeit. Park verbindet Audio, Skulptur, Video und Installation zu präzise komponierten Raumsituationen. Sound fungiert dabei als zentrales Medium: als unsichtbare, körperlich erfahrbare Kraft, die Wahrnehmung verschiebt und Fragen nach Kontrolle, Reproduktion und Darstellung aufwirft. Pecoits untersucht mit quellenkritischem Blick historische Materialien, Archive und institutionelle Narrative. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie Geschichte in Kunstinstitutionen erzählt, stabilisiert oder ausgeblendet wird. 

In dieser Publikation werden die Werke der drei ausgezeichneten Künstler*innen vorgestellt. Mit Beiträgen von Diedrich Diederichsen, Kerstin Renerig und Alexandra Symons-Sutcliffe.

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