Gert Mattenklott

Ästhetische Opposition
Essays zu Literatur, Kunst und Kultur
BAND 189

Beiträge zu einer anthropologisch fundierten Ästhetik


Das Eintreffen des Ästhetischen ist unwahrscheinlich. Es ereignet sich für die meisten Menschen gegen die Verhältnisse, die es unwahrscheinlich machen, weil zweckloses Tätigsein in ihnen nicht vorgesehen ist. Die einflussreichen Essays des Komparatisten Gert Mattenklott erschließen ästhetisches Handeln als Ereignis, das sich in der Spannung zwischen dem Ästhetischen und dem Politischen vollzieht. Sie navigieren mit metaphorischen Figuren durch den Raum zwischen Politik und Kunst und setzen dabei ein Begreifen jenseits wissenschaftlicher Begriffe in Szene. Im Nachvollzug des Prozesses der ästhetischen Erfahrung inszeniert Mattenklott diese Erfahrung als das, was sie ist: eine unbeendbare, zwischen den Objekten und einem Subjekt der Erfahrung hin- und hergehende Reflexion.

Gert Mattenklott (geb. 1942 in Oranienburg, gest. 2009 in Berlin) war Komparatist, Kunstphilosoph, Kritiker und Essayist. Als Professor für Komparatistik war er zunächst an der Philipps-Universität in Marburg und später an der Freien Universität Berlin tätig. Durch Essays und Kritiken u. a. in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, der Neuen Zürcher Zeitung, der Neuen Rundschau und dem Merkur war er weit über den akademischen Betrieb hinaus bekannt.

Dirck Linck (geb. 1961) war wissenschaftlicher Mitarbeiter am Forschungsschwerpunkt Homosexualität und Literatur der Universität-GH Siegen und anschließend am Sonderforschungsbereich Ästhetische Erfahrung im Zeichen der Entgrenzung der Künste der Freien Universität Berlin und der Humboldt-Universität zu Berlin. Von 1996 bis 2007 Mitherausgeber und Redakteur der Zeitschrift FORUM Homosexualität und Literatur. Er veröffentlichte zahlreiche Texte u. a. zu queerer Kunst, Ästhetik, Pop-Literatur und Literaturgeschichte.

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