Gisela Kurkhaus-Müller

Marzahn

Selbsthilfe gegen Gleichförmigkeit


In der DDR galt der Plattenbau als Herzstück der Sozialpolitik und Symbol für den realsozialistischen Fortschritt, als Ort der Vergesellschaftung und bekannt für modernes Wohnen in den lebhaften Siedlungen. Als Ruinen warteten die Gebäude auf ihren Abriss, wurden saniert oder umgebaut. Im Osten Deutschlands ist diese Wohnform bis heute ein prägendes Element der Stadtlandschaften.

Die Edition der Malerin und Grafikerin Gisela Kurkhaus-Müller mit dem Titel Marzahn entstand 1982. Die Lithografie zeigt einen Ausschnitt eines Plattenbaus mit seinen dekorierten Balkonen in Ostberlin und verbildlicht, wie durch individuellen Ausdruckswillen das Raster der gleichförmigen Architektur gebrochen wird. Die Edition erscheint anlässlich des Buchprojektes Wohnkomplex. Kunst und Leben im Plattenbau.

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