Klara Liden

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Kunsthalle Zürich, KW Institute for Contemporary Art, Berlin, und MoMA PS1, New York

Angeeignet – versetzt – ausgestellt


Klara Lidens (geb. 1979 Stockholm; lebt und arbeitet in Berlin) künstlerisches Vokabular reicht von architektonischen Interventionen bis hin zu performativen, oftmals widerständigen Aktionen, die das gesellschaftliche Gefüge des urbanen Raums befragen. Auch die materielle Aneignung des Stadtraums ist zentraler Bestandteil von Lidéns Praxis, in der sie Objekte aus dem städtischen Inventar entwendet und in der Tradition des Readymades und der Minimal Art in den Ausstellungsraum überführt. Ihres ursprünglichen Sinns entleert erscheinen ihre Arbeiten wie Körper oder Akteur*innen, mit denen sie die Betrachter*innen konfrontiert. Ihre Existenz bezieht sich jedoch nie nur auf den öffentlichen, städtischen Raum, sondern kann immer auch entlang institutioneller Strukturen und Grenzen verstanden werden. 

Mit Essays und literarischen Beiträgen u. a. von Kirsty Bell, Diedrich Diederichsen, Emma Enderby, Hendrik Folkerts, Fanny Hauser, Calla Henkel, Ruba Katrib und John Kelsey gibt die umfassende Monografie einen fundierten Einblick in Klara Lidens Praxis und schließt eine publizistische Lücke in der Dokumentation ihres vielschichtigen künstlerischen Werks.
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