Michael Glasmeier

Das Ganze in Bewegung
Essays zu einer Kunstgeschichte des Gegenwärtigen
BAND 171

Keine Glorifizierung des Zeitgenössischen


Was macht die Hütte des Transzendentalisten H.D. Thoreau auf dem Potsdamer Platz? Inwiefern hilft die Kenntnis protestantischer Schriftaltäre beim Verstehen der Textbilder der 1960er-Jahre? Und welche Traditionen hat die Albernheit mit Methode? Michael Glasmeier, langjähriger Herausgeber der FUNDUS-Reihe, versucht in seinen Essays zur Kunstgeschichte immer wieder Rückkopplungen zwischen zeitgenössischer und alter Kunst. Der allgegenwärtigen Glorifizierung des Zeitgenössischen in der Kunst begegnet Glasmeier mit einer Historisierung formaler und inhaltlicher Bezüge. Er setzt das Ganze der Kunstgeschichte in Bewegung, um den „Denkraum“ (Aby Warburg), den die Kunstwerke bereithalten, zu erkunden. Dabei geht es um so unterschiedliche Künstler*innen wie Samuel Beckett, Rodney Graham, Tobias Hauser, Yayoi Kusama, Adolph Menzel, Roland Topor und Johannes Vermeer.

Michael Glasmeier (geb. 1951 in Bochum) lehrte Kunstwissenschaft an der Hochschule für Künste Bremen und arbeitet als Essayist, Publizist und Ausstellungskurator. Schwerpunkte seiner Arbeit sind die vielfältigen Beziehungen der bildenden Kunst zu Musik, Sprache, Film, Fotografie, Theater und Komik.

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