Philipp Goldbach

Training Images

Materielles Gedächtnis der Bildgeschichte. Bilder eines Umbruchs


Philipp Goldbach (geb. 1978 in Köln; arbeitet in Solingen) untersucht in seinen Arbeiten Ordnungen des Wissens im medialen Wandel. Er überführt im Verschwinden begriffene Trägermaterialien in neue ästhetische Erfahrungen und macht Strukturen, Speicherprozesse und die Mediengeschichte selbst zum Thema seiner Installationen, Objekte und Bilder. Ausgangspunkt seines Langzeitprojekts sind 35-mm-Kleinbilddias aus Universitäten: vollständige Diatheken mit fotografischen Reproduktionen von Kunstwerken, die durch die Digitalisierung als Hilfsmittel in der Lehre im Fach Kunstgeschichte überflüssig wurden. Goldbachs skulpturale, raumgreifende Werke mit diesem analogen Filmmaterial sind Momentaufnahmen und Metaphern eines epochalen Umbruchs in der Produktion und Nutzung visueller Darstellungen. Anhand der alten Bildträger provozieren sie ein Nachdenken über das neue, vermeintlich körperlose Universum nach dem Digital Turn. 

Die Monografie Training Images zeigt erstmals umfassend diesen seit 2013 entstehenden Werkkomplex mit zahlreichen Installationsansichten und Abbildungen der Arbeiten. Textbeiträge von Florian Ebner, Thomas Elsen, Ursula Frohne, Stefan Gronert, Lilian Haberer und Annebella Pollen beleuchten unterschiedliche Aspekte von Goldbachs Arbeit aus institutionskritischen, medienhistorischen und handlungstheoretischen Perspektiven. 

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