Succo – Kirkeby

Ungewohnte Verbindungen von Naturalismus, Figuration und Abstraktion


In der künstlerischen Praxis von Chris Succo (geb. 1979 in Düsseldorf, lebt und arbeitet ebenda) steht die Materialität, die im größtmöglichen Kontrast von Linie und Fläche ausgereizt wird, im Zentrum. Succo ist Reduktionist, der komplexe Phänomene in Bezug auf ihre grundlegenden Bestandteile analysiert und diese im Geiste des Abstrakten Expressionismus mit zügigen Strichen beschreibt und transformiert. Per Kirkeby (geb. 1938 in Kopenhagen; gest. 2018 ebenda) gilt als bedeutendster Vertreter der dänischen Gegenwartskunst. Im Großformat setzte der Künstler leuchtende Farben auf schroff wirkenden Leinwänden ein. In seiner Kunst forderte er früh ein diszipliniertes Wild-Sein und fand eine atmosphärische Motivik auf harten Masonit-Platten – hier lässt sich Natur studieren, doch häufiger nur erahnen. Trotz unterschiedlicher Malereikonzepte zeigen sich sowohl Kirkeby als auch Succo als Forscher und Archäologen der visuellen Sedimente unserer Welt.

Succo – Kirkeby ist eine Gegenüber- und Zusammenstellung von Gemälden Kirkebys aus einem Zeitraum von gut 40 Jahren und Succos aktueller Produktion. Die abstrakte Malerei beider hinterlässt nachhaltige Spuren im Gedächtnis der Betrachter*innen. Die unterschiedlichen Malereikonzepte der Künstler untersucht Gregor Jansen in seinem Essay.

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