Zofia Kulik

Rhythms of Power
OÖ Landes-Kultur

Eine Meisterin der Fotomontage


Die polnische Künstlerin und Fotografin Zofia Kulik (geb. 1947 in Wrocław; lebt und arbeitet in Warschau) schafft großformatige Tafelbilder und Selbstporträts, die sie aus tausenden Einzelaufnahmen zu Reihen, Kreisen und anderen geometrischen Formationen zusammensetzt. Diese sind häufig nach Regeln der Symmetrie angelegt und beschreiben, wie ein Mandala, eine ganze Weltordnung – entweder als Ganzes oder seriell als Ornament. Collagen und Fotomontagen erinnern kompositorisch an Architekturfragmente, Denkmäler, Plaketten und Gedenktafeln. Die Motive schöpfen sich aus ihrem nach fast 250 Ordnungskriterien organisiertem Archiv unter anderem von Schädeln, Knochen, Blumen, Hunden, Gebäuden oder Masken. Im analogen Belichtungsverfahren entstehen in der Dunkelkammer aus diesem Archiv die komplexen Szenarien einer vielschichtigen Bildwelt.

Rhythms of Power versammelt Werke aus den 1960er-Jahren bis heute und wird ergänzt durch Beiträge von David Crowley, Dorota Jarecka und Rainald Schumacher.

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